Krankenversicherung & Wechsel

Private Krankenversicherung 2026: Wechseln, kündigen & sparen

Wer in die PKV wechselt oder den Anbieter tauscht, muss Wartezeiten, Leistungslücken und Beitragsentwicklungen im Blick behalten. Hier erfahren Sie alles zu Fristen, Rechten und dem richtigen Vorgehen.

In 4 Schritten zur Kündigung

  1. 1Frist ermitteln

    Ordentliche Kündigung: 3 Monate zum Ende des Versicherungsjahres (i. d. R. 30. September). Bei Beitragserhöhung: Sonderkündigungsrecht innerhalb von 2 Monaten nach Bekanntgabe.

  2. 2Tarif kostenlos prüfen lassen

    Bevor Sie kündigen, lohnt sich ein Vergleich. Nutzen Sie die Sidebar rechts für einen unverbindlichen Experten-Gegencheck – kostenlos und ohne Verpflichtung.

  3. 3Kündigung aufsetzen

    Füllen Sie das fertige Musterschreiben weiter unten aus – einfach kopieren, persönliche Daten eintragen, fertig.

  4. 4Fristgerecht versenden

    Versenden Sie per Einschreiben mit Rückschein oder Fax mit Sendeprotokoll. Legen Sie den Nachweis Ihrer neuen Krankenversicherung bei und fordern Sie eine schriftliche Bestätigung an.

Kostenloses Musterschreiben

Kopiere den Text, füge deine persönlichen Daten ein und sende ihn fristgerecht.

Kündigungsvorlage PKV
Ihr Name
Ihre Straße 1
12345 Musterstadt

[Versicherer Name]
[Adresse des Versicherers]

Musterstadt, den [Datum]

Kündigung meiner privaten Krankenversicherung
Versicherungsnummer: [Ihre Versicherungsnummer]
Geburtsdatum: [Ihr Geburtsdatum]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meine oben genannte private Krankenversicherung ordentlich zum nächstmöglichen Termin.

Ich bitte Sie, mir die Kündigung schriftlich zu bestätigen und mir den genauen Kündigungstermin sowie etwaige Rückzahlungsansprüche mitzuteilen.

Bitte beachten Sie: Ich halte die gesetzlichen Wechselfristen ein und werde nahtlos in eine andere Krankenversicherung wechseln.

Mit freundlichen Grüßen

[Ihre Unterschrift]
[Ihr Name in Druckbuchstaben]

Wichtige Tipps zur PKV

  • Wechsel innerhalb der PKV: Sie können Ihren Anbieter wechseln – achten Sie auf die Mitnahme der Altersrückstellungen (§ 204 VVG).
  • Rückkehr in die GKV: Nur möglich bei Unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze oder Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit.
  • Beitragsanpassung prüfen: Jede Erhöhung gibt Ihnen ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht.
  • Gesundheitsprüfung beim Neuzugang: Vorerkrankungen ehrlich angeben – falsche Angaben können zum Leistungsausschluss führen.
  • Vergleich der Leistungsverzeichnisse: Psychotherapie, Zahnersatz, Heilpraktiker – nicht jede Police leistet gleich.
  • Tarifwechsel beim gleichen Versicherer: Oft günstiger als ein Neuabschluss, da keine erneute Gesundheitsprüfung nötig.

Alles Wichtige zur privaten Krankenversicherung 2026

Private Krankenversicherung kündigen 2026 – was Sie wissen müssen

Die private Krankenversicherung (PKV) bietet in der Regel umfangreichere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) – doch die Beiträge können im Alter deutlich steigen. Wer den Anbieter wechseln oder in die GKV zurückkehren möchte, muss klare Regeln beachten.

Kündigungsfristen in der PKV

Anders als in der GKV gilt in der PKV eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Versicherungsjahres. Das Versicherungsjahr entspricht in den meisten Fällen dem Kalenderjahr. Ein Wechsel muss also bis zum 30. September erklärt werden, um zum 1. Januar wirksam zu sein.

Wichtig: Die Kündigung ist erst wirksam, wenn Sie einen nahtlosen Anschlussschutz nachweisen können. Ohne Nachweis einer neuen Krankenversicherung kann der Versicherer die Kündigung ablehnen.

Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhungen

Erhöht Ihr PKV-Anbieter die Beiträge, haben Sie ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht – und zwar innerhalb von zwei Monaten nach Bekanntgabe der Erhöhung. Die Kündigung wird dann zu dem Zeitpunkt wirksam, zu dem die Beitragserhöhung in Kraft tritt.

Altersrückstellungen beim Anbieterwechsel mitnehmen

Seit 2009 haben Sie das Recht, beim Wechsel zu einem anderen PKV-Anbieter Ihre Altersrückstellungen mitzunehmen – allerdings nur in Höhe des Basistarifs. Das schränkt den Wechsel für langjährige Versicherte ein, sorgt aber für eine gewisse finanzielle Kontinuität.

Rückkehr in die GKV – ist das möglich?

Eine Rückkehr aus der PKV in die GKV ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich: - Ihr Einkommen sinkt dauerhaft unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze (2026: ca. 69.300 Euro) - Sie nehmen eine Beschäftigung mit geringerem Gehalt auf - Sie werden arbeitslos (Pflichtversicherung greift) - Sie sind selbstständig tätig und können freiwillig in die GKV eintreten

Für Beamte und Selbstständige ist die Rückkehr in die GKV in der Regel sehr schwierig oder praktisch unmöglich.

Den richtigen PKV-Tarif finden

Bevor Sie kündigen, lohnt sich immer ein Blick auf alternative Tarife – sowohl beim eigenen Versicherer (Tarifwechsel nach § 204 VVG) als auch bei anderen Anbietern. Nutzen Sie dazu den Vergleichsrechner rechts, um unverbindlich zu prüfen, ob Sie mit einem anderen Tarif besser aufgestellt sind.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Im Zweifelsfall empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder den Verbraucherschutzbund.